Samstag, 24. Dezember 2016

Rezension: Schwarze Magnolie - Hyeonseo Lee mit Davod John

Rezension: Schwarze Magnolie, Wie ich aus Nordkorea entkam, Ein Bericht aus der Hölle von Hyeonseo Lee und David John (Ohne Spoiler)

Ein langer Weg in die Freiheit

Ihre kindheit in nordkorea ist "ganz normal" - und unvorstellbar: Das Leben von Hyeonseo Lee und das ihrer Familie gehören dem Staat. Es gelten eiserne Regeln, und wer sie nicht befolgt, muss mit dem Schlimmsten rechnen: Hyeonseo ist sieben Jahre alt, als sie zum ersten Mal eine öffentliche hinrichtung miterlebt.

Um wenigstens einmal den Fesseln des Kim-Regimes zu entkommen und kurz die Freiheit zu spüren, schleicht sich Hyeonseo als Teenager über die Grenze nach China - aber dann ist ihr der Heimweg versperrt. Zehn Jahre lang schlägt sie sich in China als Illegale duch, bevor sie schließlich nach Südkorea gelangt. Endlich in Sicherheit! Doch als sie einen notruf ihrer Familie enthölt, beschliest sie, ihre Mutter und ihren Bruder aus Nordkurea herauszuholen...

Die spannende und berührende Geschichte einer außergewöhnlichen mutigen jungen Frau.



Preis: 19,99€
Seiten: 415
Verlag: Heyne

Äußeres + Cover: 
Das Cover hat mich gleich von ersten Moment an total angesprochen. Bei Fantasybüchern finde ich es nicht gut, wenn echte Personen auf dem Cover sind, doch bei diesem Buch, in dem es sich um eine wahre Geschichte, um das Leben der Hyeonseo Lee dreht, finde ich es umso besser, dass ihr Bild auf dem Cover ist.
Ebenso finde ich es total klasse, dass hinten und vorne im Buch Karten von Korea und Hyeonseos Flucht sind. In der Mitte des Buches findet man Bilder von ihrer Familie und aus dem Alltag von Nordkorea. Diese finde ich sehr hilfreich, um sich die Personen vorzustellen.

Meinung:
Ich habe mich für das Buch interessiert, weil ich nichts über Nordkorea wusste. Wir hatten einmal eine Unterrichtsstunde in der Schule, da ging es um Globalisierung und wir sollten Länder schätzen, in denen es unserer Meinung nach einen McDonalds gibt. Ein Schüler sagte "Nordkorea vielleicht" und die Lehrerin hat ihn angeguckt, wie ein Auto. Ich wusste, dass es in Nordkorea bestimmt keine McDonalds gibt, ich wusste, dass es nicht so ein Land wie andere ist, aber das war´s auch mit meinem Wissen darüber.
Deshalb habe ich mich für dieses Buch entschieden.
Und ich muss sagen, es hat mich gleichzeitig geschockt, verständnisvoll und begeistert. Geschockt, weil ich erstmals etwas über Nordkorea hörte und zwar nicht aus zweiter Hand, sondern von einem Mädchen, das von dort geflohen ist. Verständnisvoll, weil ich verstanden habe, dass es Menschen gibt, für die Nordkorea das Heimatland ist, das sie (obwohl sie wissen, dass es so grausam ist) nicht verlassen wollen.
Begeistert, weil Hyeonseo Lee eine so mutige junge Frau ist, die unglaubliches durchgestanden hat.
Ich denke, dieses Buch hat meine Sicht auf die Welt und ihre einzelnen Länder noch einmal erweitert.

Schreibstil:
Was ich echt gut fand, war der Schreibstil des Buches. Es besteht aus drei Teilen (drei Abschnitten von Hyeonseos Leben) und jeder Abschnitt und auch einige Kapitel enden mit einem Cliffhanger. Jedes Mal wurde eine unglaubliche Mege an Spannung erzeugt, dass ich gar nicht aufhören konnte.

Fazit:
Dieses Buch ist eines der Bücher, das mir sagt: "Es gibt Menschen, den geht es schlechter als dir." Das meine ich jetzt gar nicht im negativen Sinne. Ich bin zu tiefst beeindruckt, von Hyeonseo aber auch von den Menschen in Nordkorea. Viele könnte sich das gar nicht vorstellen, dass sie da bleiben wollen, obwohl sie doch sehen, dass es nicht schön ist.
Ich verstehe, dass es das Gefühl der Heimat ist. Ein wahnsinnig starkes Gefühl.

Ich würde dem Buch 5/5 Sternen geben.

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Ein Buch, das... - Tag

Heute mache ich den "Ein Buch, das..." - Tag. Bei diesem Tag möchte ich verschiedene Bücher zeigen, die bestimmte Gefühle in mir ausgelöst haben. Ich finde es immer schwer sich auf irgendeine Art und Weise auf nur ein Buch zu beschränken, aber ich werde es hier versuchen. 

 

Ein Buch, das...


...dich zum Lachen gebracht hat: Harry Potter und der Stein der Weisen von J.K. Rowling.
Ich habe schon sehr früh die Harry Potter - Reihe verschlungen und ich kann mich besonders gut daran erinnern, dass ich die Szenen bei den Dursleys zu Hause geliebt habe. 
Lachen musste ich, wenn Harry über Dudley sprach und sein Aussehen als das eines Schweines bezeichnete. 

...dich zum Weinen gebracht hat: Black Beauty von Anna Sewell.

...dich nachdenklich gemacht hat: Die unendliche Geschichte von Michael Ende.
Ich habe lange gebraucht, um dieses Buch anzufangen, weil mir gesagt wurde, dass es wirklich unendlich war. Aber ich wollte die Abenteuer darin einfach erleben.

...dich nicht losgelassen hat: Tintenblut von Cornelia Funke.
Noch ein Buch aus meiner Kindheit. 

...dich total enttäuscht hat: Ein ganz neues Leben von Jojo Mojes.
Dies ist der zweite Teil zu "Ein ganzes halbes Jahr" und das erste Buch, von dem ich sagen kann, dass ich es hasse. Es liegt nicht an dem Schreibstil, dass es mir nicht gefällt. Es ist einfach so unglaublich überflüssig und zerstört die ganze vorgängige Geschichte.

...dich überwältigt hat: Hush Hush von Becca Fitzpatrick.

...dich positiv überrascht hat: Memento - Die Überlebenden von Julianna Baggott.

...du nicht beenden wolltest, weil es so gut war: Kuckucksnest von Hera Lind.
Meine Gedanken findet ihr auch als Rezension auf diesem Blog.
Rezension hier :)

...du nicht aus der Hand legen konntest: Drei Wünsche hast du frei- Jackson Pearce.
Diese Buch war eines, was auf meiner allerersten Bücherwunschliste stand. Und ich fand es unglaublich gut, dass ich es "In one Sitting" lesen konnte.

...du abgebrochen hast: Eragon von Christoper Paolini.
Ja, ich weiß, dass es ein unglaublich gutes Buch sein soll. Ja, ich weiß, dass viele es lieben. Aber ich habe es so viele Male angefangen und bin nicht über die ersten fünf Seiten hinweg gekommen. Ich habe keine Idee, warum das so ist.

...du eigentlich nie lesen wolltest: Eine wie Alaska von John Green.
Ich habe dieses Buch eigentlich nur gelesen, weil so viele Leute in meinem Freundeskreis es geliebt haben und davon schwärmten. Letztendlich hat es mir nicht so sehr gefallen, dafür, dass jedermann davon in den höchsten Tönen gesprochen hat.

...du als letztes in der Schule gelesen hast: Goethes Faust (Schullektüre) / Die schwarze Magnolie von Hyeonseo Lee (zwischendurch).
Diese Frage lässt sich zweigleisig beantworten. Unsere letzte Schullektüre war Faust von Goethe, was mir, nachdem ich es verstanden habe, sehr gut gefallen hat. Die schwarze Magnolie habe ich zwischendurch gelesen, in den Schulpausen...Ja, ich bin einer dieser Menschen :D

...auf deinem Nachttisch liegt: Das Schicksal wartet beim Friseur von Anna Jansson.
Rezension hier :D

...du unbedingt als nächstes lesen möchtest: Dieses Buch macht nicht glücklich, aber weniger traurig von Lee Crutchley.



Ich hoffe sehr, dieser Tag hat euch gefallen und es würde mich freuen, wenn ihr mal unten in die Kommentare schreibt, welche Bücher aus eurer Kindheit noch heute an euch haften geblieben sind, oder welche ihr nie vergessen konntet. Ich bin gespannt. :)



















Montag, 19. Dezember 2016

Rezension: Asiatisch kochen von Dr. Oetker

Rezension: Asiatisch kochen - Dr. Oetker

In die Kochtöpfe Asiens geschaut.
Die fernöstliche Küche versetzt Genießern immer wieder in Begeisterung. Denn das, was zwischen Pazifik und indischem Ozean aufgetischt wird, ist so vielfältig wie der Kontinent selbst. Von feinen Suppen, über leichtes Sushi bis hin zu feurigen Currys und gebackenen Früchten - Dr. Oetker hat die besten Rezepte für kleine Snacks oder komplette Menüs zusammengestellt. Da kommt jeder Asienfan auf seine Kosten!

Verlag: Heyne

Seiten: 159

Preis: 8,99€

Ich habe noch nie eine Rezension über ein Kochbuch geschrieben, aber ich werde mein Bestes geben.
Ich interessiere mich schon lange für Asien, unter anderem auch für asiatisches Essen. Ich habe schon oft japanische oder chinesische Gerichte für meine Familie gekocht...aber irgendwie hat es nie so richtig geklappte. Ich hoffe mit diesem Buch wird es besser werden.
Was mir besonders gefällt ist, dass es nicht nur Gerichte aus China und Japan gibt (was ja oft als komplett Asien abgestempelt wird), sondern auch aus Thailand, Indonesien und auch teils richtung Indien.
Ein Teil meiner Familie ernährt sich vegetarisch, der andere isst Fleisch. Damit finde ich es sehr passend, dass sie Hälfte des Buches aus vegetarischen Gerichten besteht und die andere aus Fleischgerichten. Natürlich gibt es auch Salate und Dim Sums, was kleine Snacks sind.
Was in einem guten Kochbuch nicht fehlen darf, sind Bilder. Klingt vielleicht oberflächlich, aber ich habe viel mehr Freude daran, etwas zu kochen, wovon ich vorher ein schönes Bild gesehen habe.
Das steigert die Vorfreude und den Hunger.
Hilfreich finde ich auch den Register am Ende und die kleine Liste, die Abkürzungen erklärt, da ich nicht ein großer Profi im Kochen bin.
Die Rezepte sind oft in Arbeitsschritte gegliedert und nicht als langer Text dargestellte. Lange Texte nehmen mir schon vor dem Anfangen die Motivation.
Wenn ich etwas kritisieren müsste und jedes klitzekleines Detail unter die Lupe nehmen müsste, hätte mir vielleicht bei jedem Rezept noch so ein kleiner Hinweis gefehlt, aus welchem Land das Mahl ist. Natürlich gibt es auch Gerichte, die in gesamt Asien vertreten sind. Oft kann man aber auch an den Überschriften erkennen, aus welchem Land es stammt.

Fazit: Insgesammt würde ich das Kochbuch für alle Leute weiterempfehlen, die so sehr an asiatischem Essen interessiert sind, wie ich, sich aber nicht leisten können, jeden Tag in ein asiatisches Restaurante zu gehen.
Damit würde ich dem Buch 5/5 Sternen geben.

Freitag, 16. Dezember 2016

Rezension: Das Schicksal wartet beim Friseur - Anna Jansson

Rezension: Das Schicksal wartet beim Friseur - Anna Jansson

 Waschen, Schneiden, Lieben. (Ohne Spoiler)


Originaltitel: "Ödesgudianna pa Salong d´Amour" übersetzt aus dem Schwedischen von Gabriele Haefs

Verlag: btb

Seiten: 382

Preis: 9,99€

Inhalt:  Herzlich willkommen im Salon d´Amore - meinem Friseursalon auf dem Marktplatz in Visby, Gotland. Bei mir bekommen Sie nicht nur eine neue Frisur, nein, ich kümmere mich auch darum, einen geeigneten Partner für Sie zu finden. Ich überlasse es niemals dem Zufall, neben wem Sie frisiert werden...
Angelika Lagermark, Ende vierzig, seit sieben Jahren Witwe, ist leidenschaftliche Friseurin und eine ebenso leidenschaftliche Kupplerin. Sie hat es sich zum Lebensziel gemacht, Menschen zur Liebe zu verhelfen. Alles läuft ganz wunderbar, bist die Idylle in Visby eines Tages gestört wird: Ein Betrüger kauft die Häuser einiger Bewohner der Stadt in Internet, und ausgerechnet Agelika fällt ihm zum Opfer. Dann beschleicht sie ein Verdacht: Ist der Verbrecher am Ende der Unbekannte, in den sie sich heimlich verliebt hat?

Autorin: Anna Jansson wurde 1958 auf Gotland geboren, wo auch all ihre Bücher spielen. Ihre Kriminalromane über Kommissarin Maria Wern haben sich fast zwei Millionen Mal verkauft. Sie wurden in fünfzehn Sprachen übersezt und sind außerdem international sehr erfolgreich. Anna Jansson hat drei erwachsene Kinder.
Mit ihrem Lebensgefährten lebt sie in der Nähe der mittelschwedischen Stadt Örebro.

Über das Cover: Das Cover ziert ein großes Ladenschild eines Friseurs, auf dem der Titel des Romans steht. Besonders gefällt mir die gezeichnete Stadt im Hintergrund, da sie die Kleinstadtidylle, deren Atmosphere im ganzen Buch hervorkommt, gut darstellt.

Meinung:  Ich habe mich erstmals für dieses Buch interessiert, da es mich von der Story her an Antonella Boralevis "Glück á la carte" erinnert hat. Letztendlich war es etwas komplett anderes.
Im Gegensatz zu anderen Büchern war hier die Protagonistin nicht mein Lieblingscharakter. Ich war sehr von Ricky, Angelikas Friseurgehilfen, begeistert.
Durch seine Witze und die Tatsache, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt, hat er die Stimmung in allen Lagen aufgelockert. Wäre er nicht über 15 Jahre jünger als Angelika, hätte ich mir gewünscht, dass die beiden zusammen kommen.
Ebenso hat mir sehr gut gefallen, das der Leser so behandelt wird, als wäre er wirklich in dem Friseursalon. Er wird direkt angesprochen, was die Atmosphere noch dreutlicher macht.
Jeder Kunde von Angelika und Ricky war etwas komplett anderes. Jeder Charakter war unterschiedlich und man hat laufend neue Leute kennengelernt, aber auch alte wiedererkannt.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm lesbar und die schwedischen Wörter darin machen ihn zu etwas besonderem für mich.
Was mir nicht ganz so gefallen hat, war, dass man ziemlich schnell den Überblick verloren hat. Ich habe keinen richtigen roten Faden gesehen, an dem ich mich entlanghangeln konnte.
Anfangs geht es um die Kunden, die Angelika verkuppelt, doch plötzlich möchte sie selber wieder einen Partner.

Fazit:  Insgesammt muss ich sagen, dass mich das Buch überzeugt hat, obwohl es sich am Ende ein Wenig in die Länge gezogen hat. Ich würde dem Buch 3,5/5 Sternen geben.
























Freitag, 2. Dezember 2016

Rezension: Bevor ich jetzt gehe - Paul Kalanithi

Rezension: Bevor ich jetzt gehe - Paul Kalanithi

Was am Ende wirklich zählt - Das Vermächtnis eines jungen Arztes (mit Spoiler!)

"Vielleicht werde ich später sterben, als ich heute annehme, aber ganz bestimmt früher, als ich mir wünsche."
Kalanithi ist eine unverwechselbare Mischug aus Erinnerung, Analyse und Trauerarbeit zu Lebzeiten gelungen. Wer diese kluge und zutiefst humane Meditation über die letzten Dinge in die Hand nimmt,legt sie so schnell nicht wieder weg. - Berliner Morgenpost.





 Kurz zusammengefasst geht es um einen Arzt, der viele Menschen von Krebs befreit und am Ende selber Krebs bekommt, doch solch eine Zusammenfassung ist viel zu lapidar und unwürdig.
Seitdem ich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gelesen habe, habe ich mich immer von Krebsbüchern ferngehalten. Nicht, weil ich sie schlecht oder zu traurige fand. Sondern einfach, weil die Geschichten oft gleich waren.
Doch die Geschichte von Paul Kalanithi war anders. Paul erzählt in diesem Buch von seinem Leben, wie er seinen Job als Neurochirurg erreichte, wie er sein Leben auf die Reihe, bekam und wie er den Sinn des Lebens und den Tod erforschte.
Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt: Der Arzt und Der Patient.
Am meisten angetan hat mir seine Berufswahl. Ich selbst bin in einem Alter, in dem ich nicht weiß, was ich werden soll und genauso ging es Paul. Aber er hat genau das getan, von dem ich mir wünsche, es auch zu tun. Während er davon erzählt, wie er sich den Weg zum Neurochirurg erkämpft, philosophiert er.
Seine unglaubliche Klugheit hat mich beeindruckt und mich dazu geführt, dieses Buch weiterzulesen. Ich wusste, das das Buch mit Pauls Tod endet, aber irgendwie hatte ich immer wieder die Hoffnung, dass er überlebt und als er dann am Ende gestorben ist, war ich nicht traurig. Ich habe von mit gelernt, seine Diagnose zu akzeptieren und von ihm gelernt, den Tod zu akzeptieren.
Die Stellen, wie er genau seinen Alltag als Chirurg beschreibt brachten mir den Beruf auch nochmal näher und zeigte mir, dass Ärzte auch bloß Menschen sind. Menschen auf denen eine verdammt große Verantwortung liegt, die sie auf manchmal runterdrückt, aber auch Menschen, die stark sind, damit umzugehen.
Ich bin zwiegespalten. Auf der einen Seite finde ich das Buch fantastisch, weil es einfach die Wahrheit ist. Fast als hätte er jeden seiner klugen Gedanken aufgeschrieben und dabei seine Lebensgeschrichte erzählt.
Auf der anderen Seite löste es immer, wenn ich daran denke, dass ein so großartiger Mensch gestorben ist, ein komisches Gefühl in mir aus. Paul Kalanithi starb im März 2015, immer wenn ich das lese, frage ich mich, was ich wohl zu der Zeit gemacht habe.
Nicht, wie Paul lebte, sondern wie er dem Tod ins Auge geblickt hat, hat mich beeindruckt. Der griechische Stoiker Seneca sagte einmal, er habe den Tod geprüft und wüsste daher, dass der Zustand vor dem Tod der selbe ist, wie nach dem Tode.
Ich glaube ihm nicht, aber ich würde Paul gerne das Zertifikat zustecken, dass er den Tod geprüft hat. Er hatte so viel damit in seiner Karriere als Arzt zutun, dass er, als er selbst die Diagnose von Krebs bekam, damit umgehen konnte. Es war nicht angenehm, aber er ist nicht daran zerbrochden und deshalb ist er ein Held für mich.
Ein Vorbild von der Denkweise und ein Anstoß, dass ich keine Angst vor dem Tod haben sollte, da er so wieso kommt.
Es gibt selten Menschen, die solch tiefgründige Denker sind, wie Paul. Menschen, die mit genau so viel Witz an die Sache gehen, wie Ernsthaftigkeit.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ich dieses Buch wirklich genossen habe.
Es gibt Helden, wie Spiderman, Batman und Superman und dann gibt es noch Paul Kalanithi, der wahrscheinlich viel mehr Leben rettete wie die drei Erstgenannten zusammen. Manchmal stellen Leute die Frage, wer ich sein wollen würde, wenn ich nicht ich wäre.
Jetzt würde ich antworten, dass ich gerne ich sein würde, aber später ein bisschen so werden wollen würde, wie Paul es war. Einfach ein Vorbild.
Ebenso haben mir die Zitate in dem Buch gefallen. Sie haben das Ganze noch einmal eine Spur melancholischer gemacht.

You that seek waht life is in death,
Now find it air that once was breath.
New names unknown, old names gone:
Till time end bodies, but sould none.
Reader! Then make time, while you be,
But steps to your enternity.
-Baron Brooke Fulke Greville, Caelicia LXXXIII

 Ich hatte immer den Wunsch, irgendetwas auf der Welt zu hinterlassen, was die Menschen mich nicht vergessen lässt und ich glaube, Paul hat es geschafft.

Ich würde dem Buch 5/5 Sterne geben.













Mittwoch, 26. Oktober 2016

An alle, die das hier lesen...

























Dies ist kein normaler Blogeintrag. Es ist eine Aufgabe für dich. Ja genau, du, der das jetzt in dieser Sekunde liest.
Siehst du das Bild dort oben? Es ist eine Frage an dich.
Es gibt zwei Pillen, zwischen denen du wählen darfst:
Die Rote bringt dich in die Romanwelt, in die du willst.
Die Blaue bringt deinen Lieblingscharakter aus dem Buch heraus zu dir.
Wenn dir jetzt jemand diese zwei Pillen anbieten würde, aber du dürftest nur eine nehmen, welche würdes du wählen und warum?

Ich hoffe, dass einige Leute mitmachen und ihre Antwort in die Kommentare schreiben. Nach einiger Zeit werde ich den Eintrag aktuallisieren und euch meine Wahl mitteilen.
Viel Spaß beim Grübeln. :)

Montag, 24. Oktober 2016

Rezension: Veronika May - Der Duft von Eisblumen

Rezension: Veronika May - Der Duft von Eisblumen

Ein Buch, das mir den Arbeitsstress bewusst werden ließ... (Vorsicht Spoiler!!!)
























 Weißt du, wie Eisblumen duften?
Gerade frisch getrennt, verliert Rebekka im Stau die Nerven und fährt ihrem Vordermann mit Absicht auf die Stoßstange. Jetzt steht sie nicht nur vor den Trümmern ihres Lebens, sondern auch vor dem Gericht. Die aufgebrummten Sozialstunden muss sie bei der 88-jährigen Dorothea von Katten ableisten. Die lebt allein in einer verwunschenen Villa mit einem riesigen Garten, und zunächst scheinen die beiden Frauen nur ihre Dickköpfigkeit gemeinsam zu haben. Bis Rebekka auf ein lang gehütetes Geheimnis der alten Dame stößt und versteht, dass man sein Herz nicht auf ewig verschließen kann.

Ein verdammt gutes Buch für Zwischendurch. Ich konnte mich so gut mit Rebekka identifizieren, auch wenn ich noch nicht arbeite, aber es hat mich schon etwas schockiert, was Stress mit einem machen kann.
Erst einmal gibt es nur winzige Punkte, die mir nicht ganz so gefallen haben. Eigentlich geht es hier bloß um Taye.
Taye ist der Aushilfsgärtner von Dorothea, der aus Afrika kam, um in Deutschland Medizin zu studieren. Sein Charme und sein englischer Akzent haben es mir schon angetan, aber ich konnte mir sein Aussehen nicht so vorstellen, wie im Buch beschrieben, aber das liegt vielleicht auch nur an mir.
Jedenfalls ist der Knackpunkt, dass Rebekka sich in ihn verliebt, aber diese Verliebtheit und, dass sie sich Gedanken um ihn macht, kamen viel zu spät in der Story.
Natürlich ist das Hauptthema Dorotheas Geheimnis, aber ich hätte mir gewünscht, dass Rebekka schon, als sie Taye das erste mal sieht, einen Kommentar abgibt.

Ich habe mich erstmals für dieses Buch interessiert, weil der Titel und das Cover so wunderschön waren. Ich liebe es, wenn man den Titel eines Buches ungelesen nicht versteht, aber wenn man es dann gelesen hat, diesen Ah-Effekt bekommt. Total super dargestellt!
Ebenso Waren Taye und Frau von Katten zwei vollkommen unverzichtbare Charaktere. Taye, weil sein plötzliches Auftauchen und die Witze super waren und Dorothea, weil sie diesem absoluten "Harte Schale - Weicher Kern - Prinzip" entspricht.
Ihre herrische Art fande ich total witzig und wenn sie dann diese emotionellen Momente hatte, konnte ich sie mir mit ihrer Blumenleidenschaft super vorstellen.
Außerdem waren die Kapitelnamen, die immer nach Blumen benannt waren, eine kreative und unterhaltsame Idee.

Der Prolog beginnt mit: "Rebekka Winter fand ihren Nachnamen schon immer sehr passend. Sie war kein Sommertyp - die aufblühende Natur, das wild wuchernde Gras und die Bäume mit ihren förmlich explodierenden Blättergrün irritierten sie eher, als dass sie Rebekka erfreuten."

Das ist ein sehr schönes Paradoxon zum Ende der Geschichte, wo sie Blumen lieben lernt und endlich den Duft der Eisblumen vernimmt.
Ich würde dem Buch 5/5 Sterne geben.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Nur-ein-Wort-Tag

Hey Leute, heute gibt es von mir den Nur-ein-Wort-Tag. Ich habe diesen Tag jetzt schon oft gesehen und dachte, es wäre eine schöne Möglichkeit mich überhaupt mal ein Wenig vorzustellen. Viel Spaß damit und natürlich sind alle, die das hier lesen, herzlich getaggt. :)




















 1. Wo ist dein Handy?
Links  
2. Dein Partner?
Romanfigur
3. Deine Haare?
Blond-braun.
4. Deine Mama?
Arbeiten.
5. Dein Papa?
Auch.
6. Dein Lieblingsgegenstand?
Buch/Kamera.
7. Dein Traum von letzter Nacht?
Komisch.
8. Dein Lieblingsgetränk?
Früchtetee.
9. Dein Traumauto?
Kann fliegen.
10. Der Raum, in dem du dich befindest?
Mein Zimmer.
11. Dein Ex?
Überflüssig.
12. Deine Angst?
Angst
13. Was möchtest du in 10 Jahren sein?
Zufrieden.
14. Mit wem verbrachtest du den gestrigen Abend?
 Nachhilfelehrer.
15. Was bist du nicht?
Beliebt
16. Das Letzte, was du getan hast?
Schreiben.
17. Was trägst du?
Hundesocken
18. Dein Lieblingsbuch?
Pff.
19. Das Letzte, was du gegessen hast?
Brötchen.
20. Dein Leben?
Schwierig
21. Deine Stimmung?
Melancholisch.
22. Deine Freunde?
Beschäftigt.
23. Woran denkst du gerade?
Blog.
24. Was machst du gerade?
Schreiben!
25. Dein letzter Sommer?
Sehr schön.
26. Was läuft in deinem TV?
Nix.
27. Wann hast du das letzte mal gelacht?
 Lesen.
28. Das letzte Mal geweint?
 Lesen.
29. Schule?
Überflüssig.
30. Was hörst du gerade?
K-Pop
31. Traumjob?
Leser
32. Dein Computer?
Asus  
33. Außerhalb deines Fensters?
Herbst
34. Winter?
Toll.
35. Religion?
Keine.
36. Urlaub?
Notwendig.
37. Auf deinem Bett?
Bücher


Samstag, 22. Oktober 2016

(Liebes-) Brief an eine Romanfigur...

Lieber Draco Malfoy,                                                          22.10.16

Früher habe ich dich gehasst.
Tut mir leid, das jetzt so ehrlich zu sagen, aber als ich klein war, war ich, wie viele Leute, auf Harrys Seite, weil es damals für mich noch Seiten gab.
Ich habe dich in den Büchern weniger gehasst, als in den Filmen.
In den Büchern warst du einfach manchmal da, hast Harry geärgert. Aber in den Filmen...
Dich zu sehen hat mich krank gemacht.
Ich konnte mir einfach nicht erklären, warum du so ein Idiot warst.
Ich wurde älter, habe dich noch immer nicht groß gemocht, aber irgendwann habe ich dich verstanden.
Irgendwann habe ich all diesen "Harte Schale - weicher Kern" Geschichten geglaubt. Ich habe darüber nachgedacht, in deiner Haut zu stecken und wie ich mich fühlen würde.
Verdammt...das hier ist gar nicht so einfach, wie es aussieht, Draco. Du schüchterst mich ein.

Es fühlt sich an, als habe ich mein ganzes Leben Mathe gehasst, doch irgendwann, als ich die Aufgaben endlich verstanden habe, mochte ich es. Das entspricht zwar nicht der Wahrheit, aber es fühlt sich so an.
Aber kann ich dieser einen verstandenen Aufgabe vertrauen? Was ist, wenn die nächste Aufgabe mich wieder von hinten angreift und sagt: "Tja, hast mich wohl doch nicht verstanden."

Auch, wenn du es nie zugeben würdest, du warst einsam, stimmt´s?
Alle in Slytherin haben zu dir aufgesehen, aber du konntest ihre Bewunderung nur mit Arroganz abtun.
Ach man. Ich sollte dir das hier nie geben, weil ich nicht weiß, wie du darauf reagieren wirst, aber es würde mich fertig machen, dir nie zu erzählen, wie ich fühle.
Auch wenn du wie diese Matheaufgabe bist, der ich nicht vertrauen kann, will ich es einfach.
Ich will dich verstehen und ich glaube es gibt noch andere Menschen dort draußen, die dich verstanden haben...irgendwann.
Vielleicht kommt das auch noch.
Aber glaub mir. Du warst niemals alleine. Ich stand hinter dir und viele andere, dich glaubten, in deinen Kopf gucken zu können. Diejenigen, die die "Harte Schale - weicher Kern" -Theorie aufstellten.
Diejenigen, die dieses Buch gelesen haben und deren Herz an den Stellen, wo du vorkamst, höher schlug.
Draco, ich weiß, dass viele Entscheidungen es dir nicht einfach gemacht haben und ich weiß auch, dass du viele Entscheidungen falsch getroffen hast.
But it´s your choise to show what you are.

Und wenn du mich eines gelehrt hast dann: Dass die Welt nicht nur in Gut und Böse geteilt ist und, dass ich die Menschen nicht danach beurteilen soll, wie sie mit der Maske sind, sondern wie sie hinter der Maske sind.

Yours forever.





Mittwoch, 19. Oktober 2016

Lesemonat Oktober!

Lesemonat Oktober

Ja, ich weiß, es ist schon der 19. und Ja, ich weiß auch, dass man eine Lesemonatsliste am Anfang eines Monats stellt. Jedoch habe ich erst in den letzten Wochen gemerkt, wie viele meiner Bücher in mehreren, großen Stapeln neben meinem Bett stehen und mich gefragt, ob ich meinen Sub abarbeiten könnte, wenn ich mir Monat für Monat ein paar Bücher runternehme und mir das Ziel setze, sie zu lesen.

Naja, hier ist mein allererster Lesemonat! ^^

 

 

 

1. Hera Lind - Kuckucksnest (Fertig)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

2. Veronika May - Der Duft von Eisblumen (Fertig)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Rachel Claine - Haus der Vampire, Bis die Dämmerung uns scheidet (Fertig)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. M.T. Anderson - thirsty

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Kieran Larwood - Freaks in geheimer Mission

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6. Jane Austen - Stolz und Vorurteil (Fertig)

 

 









 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Also, das ist meine Leseliste für den Oktober und ich hoffe, ich schaffe alles, Stolz und Vorurteil und Freaks habe ich schon einmal angefangen, deswegen denke ich nicht, dass es schwer für mich wird, dort hinein zu kommen. Wahrscheinlich werde ich Jane Austen auch als letztes lesen, weil es wohl am längsten dauern wird, so ist das mit Klassikern. :)






 

 

Rezension: Hera Lind - Kuckucksnest

Rezension: Hera Lind - Kuckucksnest

Ein Buch, das mich meine Zukunft planen ließ... (Achtung Spoiler!)

Wer Adoption sagt, muss auch B sagen.
Die Zwillinge Sonja und Senta fallen aus allen Wolken, als sie erfahren, dass sie beide unfruchtbar sind. Doch dank ihrer Männer stehen sie den endlosen Adoptionsmarathon durch, und so finden nach und nach zehn Kinder zu ihnen.
Jedes hat einen anderen erschütternden Hintergund - traumatisierte Kinderseelen, die Halt durch Liebe brauchen. Die Zillingen öffnen Haus und Herz, lieben bedingungslos und gründen eine turbulente Großfamilie, die start genug ist, alle zehn Kinder aufzufangen...
Eine berührende Geschichte voller Mut und Konsequenz und dem unerschütterlichen Glauben an die Kraft der Famile.
Nach einer wahren Geschichte.

Das Buch kam an, ich betrachtete es und sein wunderschönes Cover und exakt zwei Tage später hatte ich es durchgelesen!
Was mich neugierig gemacht hat, war, dass ich wissen wollte, was für Hintergründe diese Kinder haben, die die beiden aufnehmen und welche Rolle diese Hintergründe in ihrer Zukunft einnehmen.
Großfamilie. Dabei habe ich immer eine Bekannte meiner Mutter im Kopf, die mit ihren drei kleinen Kindern vollkommen überfordert ist.
So also entstand die Neugier, die jedes Buch erzeugen muss, das gerne von mir gelesen werden will.
Ich begann zu lesen und alles war so durcheinander. Die Sichtweise der Zwillinge wechselte und es kamen immer mehr Kinder dazu, die ich nicht auseinander halten konnte. Einerseits war dieses Durcheinander realistisch und passend für die Geschichte, andererseits hätte ich mir gewünschte, diese Liste, die hinten im Buch steht, worauf jeder Zwilling mit seinen Kindern verwiesen ist, diese direkt am Anfang zu haben.
Jedoch hat es mich begeistert, wie sich alle Schwierigkeiten aufgebaut haben und als ich dann auch noch erfahren habe, dass es eine wahre Geschichte ist, war ich durch und duch begeistert von diesem Buch. Besonders toll fand ich die Notiz der beiden echten Schwestern Sonja und Senta hinten, in der sie von der momentanen Lage ihrer Kinder erzählen.
Was mich ein bisschen gestört hat, war Sentas Hochzeit. Sie hat erfahren, dass man für eine Adoption verheiratet sein muss und hat schnell mal eben ihren Mann geheiratet. Diese Shotgun-Hochzeit hat mich ein wenig gestört, weil es schien, als würde sie es nur für ihre zukünftigen Adoptivkinder tun und nicht aus Liebe.
Auch der Sichtwechsel war zu Anfang sehr verwirrend, doch das legte sich mit der Zeit.

Alles in allem bin ich trotz der kleinen Mängel sehr zufrieden mit diesem Buch. Es war spannend und vielleicht konnte ich auch etwas daraus für meine Zukunft lernen, wenn es ums Kindererziehen geht.

Ich würde diesem Buch 5/5 Sterne geben.

Sonntag, 16. Oktober 2016

Rezenstion: Jens Lubbadeh - Unsterblich

Rezension: Jens Lubbadeh - Unsterblich

Ein Buch, das mich Queen auf Dauerschleife hören ließ... (Ohne Spoiler!)

Diese Zukunft ist nur einen Klick entfernt.
Der Traum der Menschheit vom ewigen Leben ist Wirklichkeit geworden: Dank Virtual-Reality-Implantaten können die Menschen als perfekte Kopfien für immer weiterleben.
Auch Marlene Dietrich ist als Star wider auferstanden und wird weltweit gefeiert - bis sie eines Tages spurlos verschwindet.
Eigentlich unmöglich! Für den Versicherungsargenten Benjamin Kari wird aus der Suche nach ihrem digitalen Klon ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel.

Wie cool ist die Idee bitte denn?! Ich war ja schon immer ein Fan von Unsterblichkeit und Zukunft.
Das Buch hat mich von Anfang an angesprochen. Zuerst war da diese super tolle Idee von Klonen die für einen weiterleben und dann, als ich das Buch endlich daheim hatte und aufgeschlagen hatte: Dieses Vorwort.
Ich liebe es, die Vorworte von Büchern zu lesen. Irgendwie sind sie mitbestimmend, ob mir das Buch gefallen wird oder nicht.

"There´s no chance for us
It´s all devided for us
This world has only one sweet moment set aside for us."
Queen - Who wants to live forever

Dieses Vorwort passt zu dem Buch, wie die Faust aufs Auge, wirklich!
Naja, mit diesen bombastisch hohen Erwartungen ging ich an das Buch und begann zu lesen. Der Anfang war gut...echt gut. Aber er zog sich wie alter Kaugummi.
Es gab nur einen einzigen Konflikt: Das Verschwinden von Marlene Dietrich. Spannung gab es kaum.
Vielleicht kann ich das nicht gut beurteilen, da ich das Buch nicht beendet habe. Es kommt auf den "Vielleicht-irgendwann-mal-Stapel" neben meinem Regal, auf dem die Bücher liegen, die ich angefangen habe, aber nicht beendet.
Für mich war dieses Buch voller Potential. Die Idee ist großartig. Michael Jackson steht wieder auf, benennt seine Ranch Neverland in Foreverland um. Queen schreiben pausenlos neue Alben. JFK an der Spitze.
Aber die Umsetzung war einfach nicht....angemessen, da nach dem ersten Eindruch die Messlatte an Erwartungen zu hoch angesetzt war.
Aber nach alledem hat es mich zum nachdenken gebracht. Über Unsterblichkeit und, dass ich es nicht wollen würde, dass eine Kopie von mir dort auf der Erde herumläuft, geschaffen, um meinen Mitmenschen  die Trauer meines Todes zu nehmen.


Alles in allem ist es mehr eine Art Thriller, ohne die Spannung und das Blut.
Ich würde dem Buch 2/5 Sterne geben.

Mittwoch, 21. September 2016

Rezension: Antonella Boralevi - Glück á la carte

Rezension: Antonella Boralevi - Glück á la carte

(Achtung: Spoiler!!!)


Ein Buch, das für mich eine Sammlung von wunderschönen Sprüchen war...

Am Abend vor ihrem 47. Geburtstag reist Mirella nach Paris und betritt ein geheimnisvolles Restaurant. Dort erhält jeder Gast eine magische Speisekarte, die nur für ihn bestimmt ist: Anstelle von Gerichten sind dort die Schlüsselmomente des eigenen Lebens aufgelistet.
Mirella durchlebt diese ganz besonderen, oft aber auch schmerzhaften Situationen erneut. Und am Ende - so lautet die Regel - darf sie an einer Stelle ihrem Leben eine neue Wendung geben. doch welche der vielen nicht gelebten Möglichkeiten soll Mirella ergreifen? Oder soll sie einfach neugierig und gelassen abwarten, was die Zurkunft für sie bereithält?
Glück á la carte ist eine Geschichte mir Paris-Flär, ein klug und charmant geschriebener Roman über verpasste Chancen, die Suche nach dem Lebensglück - und über die KUnst, das Leben mir allen Höhen und Tiefen anzunehmen.

Ganz ehrlich: Ich bin nicht auf diesem Paris-Tripp. Ich meine, wie diese Leute, die T-shirts mit französischen Sprüchen drauf tragen, den Eifelturm als Kette und nur Bücher lesen, die in Paris spielen. Eigentlich haben mich solche Bücher immer abgeschreckt.
Aber bei Glück á la carte war es irgendwie etwas anderes. Ich wollte, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, unbedingt wissen, was das für verpasste Gelegenheiten sind und für was sich Mirella entscheidet.
Weil ich im ersten Moment, als ich den Titel gelesen habe, darüber nachgedacht habe, ob es verpasste Gelegenheiten in meinem Leben gibt und wenn, wie ich mich für eine Einzige entscheiden sollte.
Ebenso war ich gespannt, wie Antonella Boralevi das umsetzen wollte, Mirellas verpasste Gelegenheiten darstellen. Ich habe gedacht, Mirella würde nur davon erzählen, weshalb ich positiv überrascht war, dass die Personen aus den verpassten Gelegenheiten dann im Restaurant in der Rue Thérése auftauchten.
Zum einen war es für mich verwirrend aber, wen man es dann verstanden hatte, war es wunderbar. Wie eine kleine Sammlung von Geschichten. Was mich begeistert hat, waren die unglaublich schönen Sprüche und Lebensweisheiten in diesem Buch.

"Vielleicht sind aber auch Träume die Wirklichkeit? Bin ich ein Schmetterling, der träumt ein Mensch zu sein , oder bin ich ein Mensch, der träumt, ein Schmetterling zu sein?"

"Wann würde ich lernen, dass die Liebe eine Belastung war, die man unmöglich ertragen konnte?"

"Es ist lächerlich, wie sehr man sich den Menschen angleicht, die einem vorausgegangen sind. Alles, was man dir erzählt hat und was dir als Kind wie eine unglaubliche Idiotie vorgekommen ist, wird Wahrheit."

Was mir nicht so sehr gefallen hat, waren die detailliert beschriebenen erotischen Szenen. Sie haben die Magie und Unschuld der Geschichte irgendwie gestört und schienen nicht richtig hinein zu passen. Ebenso hat mir das Ende nicht gefallen. Klingt vielleicht verrückt, aber ich hätte mir kein Happyend gewünscht, sondern, dass das Café als Paradoxon auch zu einer ihrer verpassten Gelegenheiten wird. In Glück á la carte kamen mir eindeutig zu viele Männer vor: Einmal ihr Ehemann, von dem sie sich getrennt hat. Dann dieser Guido Benini aus dem Rue Notre-Dame-des-Champs Bistro, für den sie nur eine Affäre war. Dann dieser Mann aus dem Café de Flore, den sie gut fand. Lodovico, dem sie nie ihre Liebe gestand und dann dieser Typ am Ende, Ruggero?
Sehr verwirrend.
 Zusammengefasst muss ich sagen, dass es, bis auf winzige Mängel, ein wunderschönes, magisches Buch war. Die Sprüche haben mich sehr berührt und, sobald man sich in die Geschichte hinein gefunden hat, war es spannend, da man ab dem Anfang wissen wollte, für wen sich Mirella entscheidet und darüber nachdenkt, für wen man selbst sich entscheiden würde.

Über die Autorin: Antonella Boralevi wurde 1953 in Florenz geboren und ist bis heute nicht nur als Autorin, sondern auch als Redakteurin und TV Moderatorin tätig.

Ich würde dem Buch 4/5 Sterne geben.



Dienstag, 6. September 2016

Rezension: Katie MacAlister - Blind Date mit einem Vampir

Rezension zu Blind Date mit einem Vampir von Katie MacAlister

(Achtung Spoiler!!!)

 Ein Buch, das mich weiterhin an Vampire glauben ließ....

In Blind Date mit einem Vampir geht es um eine junge Frau names Joy, die sich mit ihrer besten Freundin Roxy die Zukunft voraussagen lässt. Die Wahrsagerin sagt ihr eine Liebschaft mit einer Kreatur des Dunklen voraus...mit einem Vampir. Doch Joy glaubt, im Gegensatz zu ihrer Freundin Roxy, überhaupt gar nicht an Vampire.
Wo jedoch ihre Reise zu einem Gothic Festival nach Tschechien ein guter Grund ist, anzufangen an die Kreaturen zu glauben, da Joy, sobald sie eintrifft, komische Visionen und Schwindelanfälle bekommt.
Ein typisches Mädchenbuch. Gutaussehende Typen, nicht wenige Liebesszenen und Raphael war ja wohl der Hammer. Meiner Meinung nach, ist Joy ein wunderbarer Charakter. Nicht eines dieser typischen Mädchen, sondern eine Kämperin.
Ich muss zugeben, dass ich Raphael und seine dunkle Erscheinung bis zuletzt für einen Vampir gehalten habe. Er hat sich einfach zu auffällig verhalten und dann hatte er auch noch diese Geheimnisse. Ich fand die Szenen, in denen Joy und er aneinander vorbeigeredet haben, sprich, sie war sich sicher, dass er ein Vampir ist und er versteht gar nichts. Seine Sprachweise mag etwas komisch gewesen sein, wenn er Joy einfach "Frau" genannt hat, aber vielleicht ist das einfach seine Art.
Christian, ein junger Typ, der ganz zu Anfang auftaucht und den beiden Freundinnen hilft, habe ich nie zu Joy gezählt. Ich hätte erwartet, dass er mit Roxy zusammenkommt. Dieser andere Typ, Domenic ist einfach grauenhaft. Er war so lächerlich mit seinen französischen Ausdrücken und wie er sich immer an Joy heran machen wollte. Zwar ist er nervig, aber trotzdem eine Bereicherung für das Buch.
Tanya, eine Frau, die Domenic anschmachtet und Joy hasst, weil Domenic sie ihr vorzieht, war für mich immer nur ein Nebencharakter. Sie war für mich nur ein Mittel zum Zweck, um die Geschichte voranzutreiben.
Zusammenfassend würde ich zu den Charakteren sagen, dass sie einfach alle so verschieden waren und die Geschichte gehalten haben. Auch die Geheimnisse, die aufgedeckt wurden und der Aspekt, dass die ganze Zeit offen stand, wer denn jetzt der Vampir ist, haben mich an das Buch gefesselt.

Auch Katie MacAlisters Stil hat mich umgehauen. Es waren unterhaltsame Metaphern eingebaut und ich konnte flüssig daran lesen. In Gefühlten Minuten war es auch wieder zuende.
Das Besondere ist jedoch, dass ich eine Ausgabe habe, in der noch eine weitere Geschichte von Katie MacAlister angefügt ist und zwar "Kein Vampir für eine Nacht."
Und das ist das Besondere: Die Geschichte handelt von einem anderen Thema und einer anderen Hauptprotagonistin, aber die Charaktere aus "Blind Date mit einem Vampir" kamen wieder vor. Und man konnte sie noch einmal kennen lernen, nur aus den Augen einer komplett anderen.
Dieses Buch hat für mich wieder einmal bewiesen, dass Twilight nicht alles aus den Vampirgeschichten rausgeholt hat, sondern dass es einfach ein tolles Thema ist. Katie MacAlister hat dieses Buch sehr schön gestaltet, nicht mit Bildern, sondern mit Wörtern.

Ich würde dem Buch 5/5 Sternen geben.

Mittwoch, 31. August 2016

Rezension: Ernest Cline - Ready Player One

Rezension: Ein Buch, das mich mit Videospielen verband...

 (Ohne Spoiler!)

Ready Player One ist ein Buch im Genre Fantasy/Since-fiction und wurde 2011 im Penhaligon Verlag veröffentlicht. Ja, Since Fiction gemischt mit Fantasy kling für mich schon einmal, wie ein Buch, das ich in wenigen Tagen lesen könnte.
Aber, dass dieses Buch so ein Buch ist, hätte ich nicht gedacht. Für mich gibt es drei Arten von Büchern:
1. Einmal die Bücher, die so gut sind, dass man sie innerhalb von Stunden durchgelesen hat.
2. Dann die Bücher, bei denen bloß der Anfang langweilig ist und der Rest dann dem ersten Typ gleicht.
3. Und als letztes Bücher, von denen man denkt, man könnte sie mögen, doch am Ende hasst man sie.

Ready Player One war definitiv ein Buch von Typ 1! Die Person, die es mir vorgeschlagen hat, ist ein riesiger Videospiel Fan und liebt auch die 80er Jahre. So habe ich gedacht, dass dieses Buch etwas für mich wäre.
Es ist ein unglaubliches Buch. Ready Player One spielt im Jahr 2044, wo Realität ein unglaublich hässlicher Ort ist. Der Held unserer Geschichte, genannt Wade Watts, fühlt sich nur am Leben, wenn er sich in die virtuelle Realität zurückzieht. Nach OASIS. 
OASIS wurde von einem Mann namens Halliday erfunden, der Rätsel liebte. So erstellte er, kurz bevor er starb, ein Rätsel in seiner virtuellen Welt, die dabei war, die Realität zu übernehmen.
Wer auch immer dieses Rätsel lößt, bekommt unglaublich viel Macht in OASIS und Geld. Viele Leute hatten über die Jahre ihr Glück versucht, bis eines Tages, ein Junge namens Wade Watts den ersten Teil des Rätsels löst und damit eine Lavine auslöste. Plötzlich merken alle, die ihr Leben damit verbracht hatten, an dem Rätsel zu tüfteln, dass es nicht unlösbar ist und stürzen sich in den Kampf.
Und ach ja, um das ganze noch spannender zu machen: "Wer im Spiel stirbt, stirbt auch in Echt."

 "We're going to make the world a better place, right?" (39.33) 

Ich kann nicht beschreiben, wie genau es sich anfühlt, dieses Buch zu lesen. Erst einmal ist Wade eine so unglaublich gute Verkörperlichung von mir und wahrscheinlich mehreren Teenagern. Das Buch ist nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben, aber dennoch fühlt es sich so an, als würde Wade all das sagen. 
Das ist schon einmal der erste Grund weiter zu lesen, dass der Hauptcharakter einem gefällt. Doch das ist nicht der einzige Grund. Ebenfalls passen die anderen Nebenfiguren perfekt in die Geschichte.  Aech, der Wades bester Freund war, hat mich ein Wenig genervt, er war der typische beste Freund des Protagonisten, aber dennoch hat seine Nervigkeit in die Geschichte gepasst. Ebenso At3mis. Sie ist die Dritte im Bunde und mich hat manchmal ihre Verschlossenheit gestört. Ich wollte, dass sie mehr aus sich heraus kam aber trotzdem hat Ernest Cline einen guten Job mit seinen Charakteren gemacht. Sie sind wie eine dieser Patchworkdecken. Vollkommen unteschiedlich ergeben sie das Schönste Muster.
Üver den Titel: Der Titel ist das Erste, was man von dem Buch sieht, aber es ist auch das Erste, was man sieht, wenn man sich in die OASIS einloggt. Halliday war inspiriert bei einem Spiel aus seiner Jugend und Ernest Cline nahm den Titel von dem CAPCOM spiel Black Tiger. Es ist nicht einfach nur clever. Es bedeutet etwas für den Leser. Wann immer man auf den Titel guckt, fordert er einen beinahe heraus: Bist du bereit für ein Abenteuer, das dich die ganze Nacht wach hält?
 Letztenendes ist es ein Buch, das eine Moral hat. Meiner Meinung nach, sind das die Besten. Ready Player One hat mich gelehrt, dass die wirklich und wahrhaftig ernsten Dinge in der Realität stattfinden, auch, wenn Videospiele die Realität verschönern.
Auch hat mich dieses Buch den Videospielen näher gebracht. Ich begann mich über alles Spiele und Insider in diesem Buch zu informieren. Es ist, wie Hallyday es bei OASIS gemacht hat, voller Easter Eggs und kleiner Geheimnisse, die man nur sieht, wenn man zwischen den Zeilen liest. 
Ready Player One wurde mit einer solchen Liebe zum Thema geschrieben, dass man es spüren kann, all die Liebe in jeder Zeile. Hier in diesem Buch ist nicht eine Kleinigkeit, die ich ändern würde. Die Charaktere sind glaubwürdige Teenager und auf jeder Seite ist ein wenig Action. 
Jedenfalls muss man kein Geek der 80er Jahre sein, um es zu lieben. Aber allgemein wünsche ich mir fast, dass es in die Kulturgeschichte eingeht.
So viele Menschen haben versucht ein Buch wie dieses zu schreiben und es misslung ihnen. Doch Ernest Cline hat es in meinen Augen mehr als geschafft. 
Dieses Buch schaffte es ohne Mühe in meine TopTwentyBooks. Nicht, wegen der Worte, der wunderbaren Sprache, sondern weil es es verdient hat, dort zu sein. Weil Ernest Cline es verdient hat, hier oben auf meinem Regal zu stehen. Nicht er selber, aber ein Teil von ihm.

Ernest Cline schrieb ein weiteres Buch, Armada, was eigentlich nichts mit diesem hier zutun hat, aber sobald ich es habe, werde ich es lesen, es leben. Und bevor ich es vergesse: Hier ein paar Dinge über den autor:
Bevor er Ready Player One schrieb, vertrat er seine Arbeit beim Austin Poetry Slam wettbewerb. Er gewann in den Jahren 1998 und 2001. Sein meist berühmtes Werk war "Dance, Monkeys, Dance."
In 2001 veröffentliche er eine Sammlung von Geschriebenem "The Importance of being Ernest."

Ich würde dem Buch 5/5 Sterne geben.