Mittwoch, 21. September 2016

Rezension: Antonella Boralevi - Glück á la carte

Rezension: Antonella Boralevi - Glück á la carte

💓💓💓💓

(Achtung: Spoiler!!!)


Ein Buch, das für mich eine Sammlung von wunderschönen Sprüchen war...

Am Abend vor ihrem 47. Geburtstag reist Mirella nach Paris und betritt ein geheimnisvolles Restaurant. Dort erhält jeder Gast eine magische Speisekarte, die nur für ihn bestimmt ist: Anstelle von Gerichten sind dort die Schlüsselmomente des eigenen Lebens aufgelistet.
Mirella durchlebt diese ganz besonderen, oft aber auch schmerzhaften Situationen erneut. Und am Ende - so lautet die Regel - darf sie an einer Stelle ihrem Leben eine neue Wendung geben. doch welche der vielen nicht gelebten Möglichkeiten soll Mirella ergreifen? Oder soll sie einfach neugierig und gelassen abwarten, was die Zurkunft für sie bereithält?
Glück á la carte ist eine Geschichte mir Paris-Flär, ein klug und charmant geschriebener Roman über verpasste Chancen, die Suche nach dem Lebensglück - und über die KUnst, das Leben mir allen Höhen und Tiefen anzunehmen.

Ganz ehrlich: Ich bin nicht auf diesem Paris-Tripp. Ich meine, wie diese Leute, die T-shirts mit französischen Sprüchen drauf tragen, den Eifelturm als Kette und nur Bücher lesen, die in Paris spielen. Eigentlich haben mich solche Bücher immer abgeschreckt.
Aber bei Glück á la carte war es irgendwie etwas anderes. Ich wollte, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, unbedingt wissen, was das für verpasste Gelegenheiten sind und für was sich Mirella entscheidet.
Weil ich im ersten Moment, als ich den Titel gelesen habe, darüber nachgedacht habe, ob es verpasste Gelegenheiten in meinem Leben gibt und wenn, wie ich mich für eine Einzige entscheiden sollte.
Ebenso war ich gespannt, wie Antonella Boralevi das umsetzen wollte, Mirellas verpasste Gelegenheiten darstellen. Ich habe gedacht, Mirella würde nur davon erzählen, weshalb ich positiv überrascht war, dass die Personen aus den verpassten Gelegenheiten dann im Restaurant in der Rue Thérése auftauchten.
Zum einen war es für mich verwirrend aber, wen man es dann verstanden hatte, war es wunderbar. Wie eine kleine Sammlung von Geschichten. Was mich begeistert hat, waren die unglaublich schönen Sprüche und Lebensweisheiten in diesem Buch.

"Vielleicht sind aber auch Träume die Wirklichkeit? Bin ich ein Schmetterling, der träumt ein Mensch zu sein , oder bin ich ein Mensch, der träumt, ein Schmetterling zu sein?"

"Wann würde ich lernen, dass die Liebe eine Belastung war, die man unmöglich ertragen konnte?"

"Es ist lächerlich, wie sehr man sich den Menschen angleicht, die einem vorausgegangen sind. Alles, was man dir erzählt hat und was dir als Kind wie eine unglaubliche Idiotie vorgekommen ist, wird Wahrheit."

Was mir nicht so sehr gefallen hat, waren die detailliert beschriebenen erotischen Szenen. Sie haben die Magie und Unschuld der Geschichte irgendwie gestört und schienen nicht richtig hinein zu passen. Ebenso hat mir das Ende nicht gefallen. Klingt vielleicht verrückt, aber ich hätte mir kein Happyend gewünscht, sondern, dass das Café als Paradoxon auch zu einer ihrer verpassten Gelegenheiten wird. In Glück á la carte kamen mir eindeutig zu viele Männer vor: Einmal ihr Ehemann, von dem sie sich getrennt hat. Dann dieser Guido Benini aus dem Rue Notre-Dame-des-Champs Bistro, für den sie nur eine Affäre war. Dann dieser Mann aus dem Café de Flore, den sie gut fand. Lodovico, dem sie nie ihre Liebe gestand und dann dieser Typ am Ende, Ruggero?
Sehr verwirrend.
 Zusammengefasst muss ich sagen, dass es, bis auf winzige Mängel, ein wunderschönes, magisches Buch war. Die Sprüche haben mich sehr berührt und, sobald man sich in die Geschichte hinein gefunden hat, war es spannend, da man ab dem Anfang wissen wollte, für wen sich Mirella entscheidet und darüber nachdenkt, für wen man selbst sich entscheiden würde.

Über die Autorin: Antonella Boralevi wurde 1953 in Florenz geboren und ist bis heute nicht nur als Autorin, sondern auch als Redakteurin und TV Moderatorin tätig.

Ich würde dem Buch 4/5 Sterne geben.



Dienstag, 6. September 2016

Rezension: Katie MacAlister - Blind Date mit einem Vampir

Rezension zu Blind Date mit einem Vampir von Katie MacAlister

💓💓💓💓💓

(Achtung Spoiler!!!)

 Ein Buch, das mich weiterhin an Vampire glauben ließ....

In Blind Date mit einem Vampir geht es um eine junge Frau names Joy, die sich mit ihrer besten Freundin Roxy die Zukunft voraussagen lässt. Die Wahrsagerin sagt ihr eine Liebschaft mit einer Kreatur des Dunklen voraus...mit einem Vampir. Doch Joy glaubt, im Gegensatz zu ihrer Freundin Roxy, überhaupt gar nicht an Vampire.
Wo jedoch ihre Reise zu einem Gothic Festival nach Tschechien ein guter Grund ist, anzufangen an die Kreaturen zu glauben, da Joy, sobald sie eintrifft, komische Visionen und Schwindelanfälle bekommt.
Ein typisches Mädchenbuch. Gutaussehende Typen, nicht wenige Liebesszenen und Raphael war ja wohl der Hammer. Meiner Meinung nach, ist Joy ein wunderbarer Charakter. Nicht eines dieser typischen Mädchen, sondern eine Kämperin.
Ich muss zugeben, dass ich Raphael und seine dunkle Erscheinung bis zuletzt für einen Vampir gehalten habe. Er hat sich einfach zu auffällig verhalten und dann hatte er auch noch diese Geheimnisse. Ich fand die Szenen, in denen Joy und er aneinander vorbeigeredet haben, sprich, sie war sich sicher, dass er ein Vampir ist und er versteht gar nichts. Seine Sprachweise mag etwas komisch gewesen sein, wenn er Joy einfach "Frau" genannt hat, aber vielleicht ist das einfach seine Art.
Christian, ein junger Typ, der ganz zu Anfang auftaucht und den beiden Freundinnen hilft, habe ich nie zu Joy gezählt. Ich hätte erwartet, dass er mit Roxy zusammenkommt. Dieser andere Typ, Domenic ist einfach grauenhaft. Er war so lächerlich mit seinen französischen Ausdrücken und wie er sich immer an Joy heran machen wollte. Zwar ist er nervig, aber trotzdem eine Bereicherung für das Buch.
Tanya, eine Frau, die Domenic anschmachtet und Joy hasst, weil Domenic sie ihr vorzieht, war für mich immer nur ein Nebencharakter. Sie war für mich nur ein Mittel zum Zweck, um die Geschichte voranzutreiben.
Zusammenfassend würde ich zu den Charakteren sagen, dass sie einfach alle so verschieden waren und die Geschichte gehalten haben. Auch die Geheimnisse, die aufgedeckt wurden und der Aspekt, dass die ganze Zeit offen stand, wer denn jetzt der Vampir ist, haben mich an das Buch gefesselt.

Auch Katie MacAlisters Stil hat mich umgehauen. Es waren unterhaltsame Metaphern eingebaut und ich konnte flüssig daran lesen. In Gefühlten Minuten war es auch wieder zuende.
Das Besondere ist jedoch, dass ich eine Ausgabe habe, in der noch eine weitere Geschichte von Katie MacAlister angefügt ist und zwar "Kein Vampir für eine Nacht."
Und das ist das Besondere: Die Geschichte handelt von einem anderen Thema und einer anderen Hauptprotagonistin, aber die Charaktere aus "Blind Date mit einem Vampir" kamen wieder vor. Und man konnte sie noch einmal kennen lernen, nur aus den Augen einer komplett anderen.
Dieses Buch hat für mich wieder einmal bewiesen, dass Twilight nicht alles aus den Vampirgeschichten rausgeholt hat, sondern dass es einfach ein tolles Thema ist. Katie MacAlister hat dieses Buch sehr schön gestaltet, nicht mit Bildern, sondern mit Wörtern.

Ich würde dem Buch 5/5 Sternen geben.

Rezension: Die Schule der Nacht - Ann A. McDonald

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