Mittwoch, 29. März 2017

Rezension: Lesen Sie mich durch, ich bin Arzt! - Dr. Marco Moor

Rezension: Lesen Sie mich durch, ich bin Arzt! - Dr. Marco Moor

💓💓💓💓💔

  Dr. Marco Moor - Lesen Sie mich durch, ich bin Arzt!

 Echte Geschichten aus dem Krankenhaus (mit Spoiler)

 Behandeln Ärztinnen anders als männliche Ärzte?
Wie oft verlieben sich Patienten auf der Intensivstation?
Warum hassen alle Ärzte Google?
In welchem Alter sind Menner denn nun wirklich am wehleidigsten? Dr. Marco Moor arbeitet seit vielen Jahren als Internist in einem der größten Krankehäuser des Landes. Von der Fangemeinde jedes Mal sehnsüchtig erwartet, berichtet er für NEON monatlich von der Front seines Klinikalltags. Nun erscheinen diese und noch mehr Geschichten von Dr. Moor als Buch - ehrlich, lustig, tragisch, scharf.

Verlag: Heyne
Seiten: 219
Preis: 9,99€

Cover und Äußeres: Der Titel war es, der mich auf das Buch aufmerksam gemacht hat. Der berühmte Spruch "Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt!" wurde auf das Buch spezialiliert und in "Lesen sie mich durch, ich bin Arzt!" umgeändert, was mir schon, bevor ich den Klappentext gelesen habe, gesagt hat, dass das hier ein lustiges Buch wird.
Ebenso gefällt mir die glatte Beschaffenheit der Buchseiten und die bemalten Seiten zwischen den Kapitlen sehr gut.

Meinung: Was mir als erstes aufgefallen ist, waren die lustigen Überschriften, die einen immer sonst was über das Kapitel denken ließen, doch dann völlig harmlos endeten. Ihre Doppeldeutigkeit hat oft zu der Lustigkeit beigetragen.
Auch die Geschichte mit der Chirurgin Katja, die unser Doktor mag, hat eine Art roten Faden durch die Geschichte gezogen, leider hat dieser Faden sich dann später verlaufen, als Katja immer weniger erwähnt wurde. Auch gab es keine richtige Antwort auf die Frage, die man sich zu Beginn gestellt hat: Kommt er jetzt mit Katja zusammen, oder nicht?
Fachwörter wurden mit Fußnoten erklärt, die aufschlussreich und teils urkomisch waren. Der Einblick in den Alltag eines Arztes, hat mir einiges näher gebracht, von dem ich vorher nichts wusste. Es hat mich ein wenig an das Buch "Bevor ich jetzt gehe" von Paul Kalanithi erinnert, jedoch ohne das ganze Drama und mit mehr Humor.

Fazit: Ich denke, man könnte dieses Buch actually als eines beschreiben, das lustig ist, unterhält und der Leser sogar etwas lernt.
Ich würde dem Buch 4,5/5 Sternen geben.








Sonntag, 12. März 2017

Rezension: Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek - David Whitehouse

Rezension: Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek - David Whitehouse (mit Spoiler)

💓💓💓💓

 Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek





























Bobby Nusku führt ein ziemlich einsames Leben. Die Freundschaft zum Nachbarsmädchen Rosa und ihrer Mutter Val, die Putzfrau in einem Bücherbus ist, gibt ihm Hoffnung und macht ihm Mut, sich gegen sein Schicksal aufzulehnen. Als alles drunter und drüber geht, machen sich Val, Rosa und Bobby gemeinsam mit dem sympathischen Outlaw Joe auf eine verrückte Reise mit Vals Bücherbus quer durch England. Im Gepack haben sie nur das Nötigste: ihre Freundschaft und eine Menge guter Bücher.

Verlag: Heyne
Seiten: 315
Preis: 9,99€

Cover und Äußeres: Ich lese generell keine Klappentexte mehr. Jedenfalls selten. Oft lasse ich mir von Büchern erzählen. Dieses Buch habe ich einzig und allein wegen des Covers und Titels ausgesucht. Denn beide sagten mir: Roudtrip mit Büchern.
Ebenso stellt der sich immer und immer wieder windende Berg die lange Reise dar, was mir sehr gut gefällt.

Meinung: Die Tatsache, dass der Roman mit dem Ende beginnt, fand ich zu Anfangs weniger berauschend. Ich war verwirrt und habe nichts verstanden, doch diese Tatsache hat auch das Motto unterstützt, das während der ganzen Geschichte aufrecht erhalten wurde: So etwas wie ein Ende gibt es nicht. Gutes ergibt sich aus Schlechtem und Schlechtes aus Gutem und so geht es immer weiter. 

Ach ja, wo wir gerade dabei sind: Die Geschichte spielte immer wieder mit Sätzen, die das Potential haben, Zitate zu werden. Sätze, die einfach im Kopf bleiben. Teils wegen der Bedeutung, teils, wegen der Formulierung. Jedenfalls ist mein Buch mit vielen Post-it´s geschmückt.

Eine Tatsache, die mich gestört hat, ist Sunny. Sunnys Charakter finde ich so fantastisch. Die Sache, wie er sich selber in einen Cybog verwandeln wollte und sich damit so viele Schmerzen zufügte, haben mich echt am Herz berüht. Es war grauenhaft, aber es hat mich berüht.
Ich fande es ein weinig Schade, dass er nur zu Anfang und zu Ende in der Geschichte vorkam. Ich war von Anfang an ein Fan von ihm, denn, auch wenn andere in ihm einen schwachen Charakter sehen, muss ich sagen, dass er verdammt stark ist und mich damit überzeugt, dass es sowas wie echte Freundschaft gibt und das das Lächeln etwas so kostbares ist.
Ebenso war es mehr oder weniger schwierig für mich, die anderen Charaktere (außer Bobby) zu durchschauen. Sie waren eher flache Charaktere.
Als dann die Sache mit dem Geheimnis von Bobbys Mutter aufkam, wollte ich unbedingt weiterlesen. Auch Joe hat mich mit seiner rätselhaften Art festgehalten.
Der Autor hat kein Blatt vor den Mund genommen, niemals. Und das hat mir gefallen.

Fazit: Man wurde hier in eine Geschichte hereingeworfen. Mit Charakteren auf eine Seite gesteckt, die man nicht kannte. Aber das hat alles spannender gemacht, denn als das Ende, was Anfangs schon anklang, wieder aufgegriffen wurde, war es ein zufriedenstellendes Gefühl, die Charaktere von einer zur anderen Sekunde plötzlich zu kennen.

Ich würde dem Buch 4/5 Sterne geben.














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