Sonntag, 12. März 2017

Rezension: Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek - David Whitehouse

Rezension: Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek - David Whitehouse (mit Spoiler)

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 Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek





























Bobby Nusku führt ein ziemlich einsames Leben. Die Freundschaft zum Nachbarsmädchen Rosa und ihrer Mutter Val, die Putzfrau in einem Bücherbus ist, gibt ihm Hoffnung und macht ihm Mut, sich gegen sein Schicksal aufzulehnen. Als alles drunter und drüber geht, machen sich Val, Rosa und Bobby gemeinsam mit dem sympathischen Outlaw Joe auf eine verrückte Reise mit Vals Bücherbus quer durch England. Im Gepack haben sie nur das Nötigste: ihre Freundschaft und eine Menge guter Bücher.

Verlag: Heyne
Seiten: 315
Preis: 9,99€

Cover und Äußeres: Ich lese generell keine Klappentexte mehr. Jedenfalls selten. Oft lasse ich mir von Büchern erzählen. Dieses Buch habe ich einzig und allein wegen des Covers und Titels ausgesucht. Denn beide sagten mir: Roudtrip mit Büchern.
Ebenso stellt der sich immer und immer wieder windende Berg die lange Reise dar, was mir sehr gut gefällt.

Meinung: Die Tatsache, dass der Roman mit dem Ende beginnt, fand ich zu Anfangs weniger berauschend. Ich war verwirrt und habe nichts verstanden, doch diese Tatsache hat auch das Motto unterstützt, das während der ganzen Geschichte aufrecht erhalten wurde: So etwas wie ein Ende gibt es nicht. Gutes ergibt sich aus Schlechtem und Schlechtes aus Gutem und so geht es immer weiter. 

Ach ja, wo wir gerade dabei sind: Die Geschichte spielte immer wieder mit Sätzen, die das Potential haben, Zitate zu werden. Sätze, die einfach im Kopf bleiben. Teils wegen der Bedeutung, teils, wegen der Formulierung. Jedenfalls ist mein Buch mit vielen Post-it´s geschmückt.

Eine Tatsache, die mich gestört hat, ist Sunny. Sunnys Charakter finde ich so fantastisch. Die Sache, wie er sich selber in einen Cybog verwandeln wollte und sich damit so viele Schmerzen zufügte, haben mich echt am Herz berüht. Es war grauenhaft, aber es hat mich berüht.
Ich fande es ein weinig Schade, dass er nur zu Anfang und zu Ende in der Geschichte vorkam. Ich war von Anfang an ein Fan von ihm, denn, auch wenn andere in ihm einen schwachen Charakter sehen, muss ich sagen, dass er verdammt stark ist und mich damit überzeugt, dass es sowas wie echte Freundschaft gibt und das das Lächeln etwas so kostbares ist.
Ebenso war es mehr oder weniger schwierig für mich, die anderen Charaktere (außer Bobby) zu durchschauen. Sie waren eher flache Charaktere.
Als dann die Sache mit dem Geheimnis von Bobbys Mutter aufkam, wollte ich unbedingt weiterlesen. Auch Joe hat mich mit seiner rätselhaften Art festgehalten.
Der Autor hat kein Blatt vor den Mund genommen, niemals. Und das hat mir gefallen.

Fazit: Man wurde hier in eine Geschichte hereingeworfen. Mit Charakteren auf eine Seite gesteckt, die man nicht kannte. Aber das hat alles spannender gemacht, denn als das Ende, was Anfangs schon anklang, wieder aufgegriffen wurde, war es ein zufriedenstellendes Gefühl, die Charaktere von einer zur anderen Sekunde plötzlich zu kennen.

Ich würde dem Buch 4/5 Sterne geben.














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